Advent, Advent, ein Lichtlein brennt!

Ein Adventsgedicht, entstanden aus meiner Feder vor einigen Jahren, und immer noch aktuell, finde ich.


Zum ersten Advent

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt!
Doch keiner siehts, denn jeder rennt
durch Arbeit, Freizeit, Gegenwart.
Ach Lichtlein, hast es wirklich hart!

Du spendest Licht, und keiner merkt
Wie deine Wärme Herzen stärkt,
Welch Wohltat deine Flamme tut,
Und schenken möchte frischen Mut.

Stattdessen und mit Röhrenblick,
Heisst‘s volle Kanne Shoppingkick!
Man muss ja schon ans Festmahl denken!
Und überhaupt, was soll man schenken?


Zum zweiten Advent

Advent, Advent, zwei Lichtlein brennen!
Noch immer ist die Welt am Rennen!
Bei weitem weder Ruh noch Rast,
Man übersieht die Lichtlein fast
!

Dabei wär’s doch gar nicht so schwer,
Mal hinzuschau’n ins Strahlenmeer,
Sich zu besinnen, still und leise,
Nur ab und zu, das wär schon weise.

Doch, Lichtlein, Lichtlein, auch zu zweit,
Schafft ihr das nicht, es geht soweit
Dass man euch einfach ignoriert,
Und alles langsam eskaliert…


Zum dritten Advent

Advent, Advent, drei Lichtlein brennen!
Ganz deutlich kann man nun erkennen
Die Botschaft, die sie bringen wollen!
Wen interessierts, die Rubels rollen!

Bald kommt es, wie es kommen muss,
Ein Unmut herrscht, und auch Verdruss!
Der Franken hängt, das Business stockt,
Die Flaute auf der Börse hockt!

Die Welt hebt sich bald aus den Angeln,
Die Menschheit ringt, versucht zu hangeln
Was noch in den Regalen liegt!
Beeilt euch, nur der Schnellste siegt!


Zum vierten Advent

Advent, Advent, vier Lichtlein brennen!
Ihr seid so hell, nichts kann euch trennen,
Zur Botschaft seid ihr auserkoren,
Dass Gottes Sohn bald wird geboren!

Weihnacht, Weihnacht, sei uns willkommen
Wir Menschen sind zwar noch benommen,
Durch Hast und Eile die Geprägten,
Mit blanken Nerven, angesägten!

Weihnacht, Weihnacht, du dringst in Herzen!
Spendest Freude, tilgst die Schmerzen,
In unsren wund gelaufenen Füssen,
Lässt unsere Seelen zärtlich küssen.

Zu Weihnacht, liebe Leserschaft,
Wünsch ich euch allen Ruh‘ und Kraft!
Lasst Jesus‘ Ankunft festlich ehren,
Ein Weihnachtsmahl ganz still verzehren,
Dazu darfs etwas Glühwein sein,
mit Pfeffernuss und Zimtstern, fein!